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Linz: Ryanair streicht London Verbindung

  • 25. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Mehrere geparkte Ryanair Flugzeuge stehen nebeneinander auf einem Vorfeld und wirken ungenutzt, als Symbol für zurückhaltenden Flugbetrieb und reduzierte Streckenplanung im europäischen Regionalverkehr nach dem Wegfall einzelner Verbindungen wie jener zwischen Linz und London

Der Flughafen Linz bekommt den nächsten Dämpfer im Linienverkehr. Ryanair nimmt die Verbindung zwischen Linz und London aus dem Flugplan und zieht sich damit aus einer der wenigen internationalen Routen am Standort zurück.


Für den Flughafen Linz ist das Aus der London Strecke mehr als nur eine einzelne Streichung. Die Verbindung galt als eine der wenigen konstanten Linien in Richtung einer großen europäischen Metropole und war sowohl für Geschäftsreisende als auch für private Fluggäste relevant. Mit dem Ende dieser Route wird das ohnehin überschaubare Angebot weiter reduziert.

Die Entscheidung trifft einen Standort, der schon seit Jahren mit sinkenden Passagierzahlen und einer begrenzten Zahl an regelmäßigen Linienverbindungen zu kämpfen hat. Immer wieder mussten Strecken eingestellt oder ausgedünnt werden, während neue Angebote nur vereinzelt nachkommen.


Auffällig ist dabei die starke Abhängigkeit von einzelnen Airlines, die ihre Kapazitäten laufend nach wirtschaftlichen Kriterien verschieben. Ryanair begründet den Rückzug mit Standortkosten und Rahmenbedingungen in Österreich. Für kleinere Flughäfen bedeutet das eine besondere Verwundbarkeit, da schon einzelne Entscheidungen das gesamte Streckennetz spürbar verändern können.


Auch die Frage nach der Zukunft des Flughafens Linz rückt damit erneut in den Fokus. Ohne stabile internationale Verbindungen und mit einer stark schwankenden Auslastung stellt sich zunehmend die Frage, welche Rolle der Standort im österreichischen Luftverkehr langfristig noch spielen kann.


Die Verbindung nach London war dabei einer der wenigen Fixpunkte im Flugplan. Ihr Wegfall hinterlässt eine Lücke, die kurzfristig kaum zu schließen sein dürfte. Zwar bleiben einzelne Destinationen erhalten, doch das Gesamtbild zeigt einen weiter schrumpfenden Linienverkehr.

Damit verstärkt sich der Eindruck eines Standorts, der immer stärker von wenigen verbliebenen Strecken und Entscheidungen einzelner Airlines abhängig ist.

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