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Kuba geht das Kerosin aus


Blick auf das Kapitol in Havanna während der aktuellen Treibstoffkrise auf Kuba die auch den internationalen Flugverkehr beeinträchtigt

Auf Kuba spitzt sich die Energiekrise weiter zu. Aufgrund verschärfter Sanktionen der USA sind die Ölreserven des Landes drastisch gesunken. Nun wirkt sich der Engpass auch unmittelbar auf den internationalen Flugverkehr aus. Nach Angaben der kubanischen Behörden steht an mehreren Flughäfen nur noch für kurze Zeit ausreichend Treibstoff zur Verfügung daher werden ab heute, 10. Februar keine ausländischen Airlines mehr betankt.


Betroffen sind unter anderem die internationalen Flughäfen in Havanna, Varadero und Holguín, die wichtige Verbindungen nach Nordamerika und Europa anbieten. Airlines werden angehalten, bereits vor der Landung genügend Kerosin für den Weiterflug mitzuführen oder unterwegs einen Tankstopp in einem anderen Land einzuplanen.


Mehrere Fluggesellschaften reagieren bereits. Air Canada hat den Transport von Urlaubern nach Kuba vorübergehend eingestellt. Stattdessen werden in den kommenden Tagen ausschließlich Maschinen ohne Passagiere entsendet, um mehrere tausend Reisende aus ihren Feriengebieten zurückzuholen. Auch WestJet reduziert sein Angebot deutlich und plant ähnliche Rückholflüge. Andere europäische Airlines prüfen Zwischenlandungen in Nachbarstaaten, um ausreichend Treibstoff für den Rückflug aufzunehmen.


Für Reisende bedeutet die Situation vor allem Unsicherheit bei bestehenden und geplanten Buchungen. Einige Fluggesellschaften bieten Umbuchungen oder Rückerstattungen an. Urlauber mit Kuba Reisen sollten sich kurzfristig bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand informieren.


Parallel zur angespannten Lage im Luftverkehr hat die kubanische Regierung Sparmaßnahmen im Inland beschlossen. Der öffentliche Verkehr wird eingeschränkt, staatliche Einrichtungen reduzieren ihre Betriebszeiten und in mehreren Bereichen gelten vorübergehend verkürzte Arbeitswochen. Vorrang haben nach offiziellen Angaben die medizinische Versorgung, Bildungseinrichtungen sowie ausgewählte wirtschaftlich bedeutende Branchen.

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