top of page

Vorsicht vor Betrug: Wie du dich vor Touristenfallen schützen kannst


Kaum hast du den Urlaubsort erreicht, scheint das Unglück dich zu verfolgen. Du gerätst in ein Taxi, das dich scheinbar wahllos durch die Gegend fährt und plötzlich musst du einen horrende Summe bezahlen, obwohl du noch nicht einmal am Ziel bist. Außerdem wirst du zu einer angeblich "professionellen" Sightseeingtour überredet und kaufst ein Souvenir, das du eigentlich gar nicht haben wolltest.


Doch es hat wohl weniger mit Pech zu tun, sondern eher mit klassischen Betrugsmaschen, auf die du hereingefallen bist. Auf Reisen lauern viele solcher Fallen, und Trickbetrüger sind äußerst kreativ und einfallsreich. Wir möchten euch über die gängigsten Touristenfallen aufklären, damit euer Urlaub nicht zum Albtraum wird.


"Kostenlose" Touren


In touristischen Städten kommt es häufig vor, dass Tourguides sogenannte "kostenlose" Touren anbieten, bei denen sie hauptsächlich durch Trinkgelder bezahlt werden. Allerdings besteht dabei oft die Erwartung, dass Touristen großzügig sind, und es besteht die Gefahr, am Ende mehr zu bezahlen als erwartet. Aus diesem Grund ist es ratsam, vorsichtig zu sein und Touren sicherheitshalber entweder über einen seriösen Reiseveranstalter im Voraus zu buchen oder sich vor Ort in der Tourist-Information zu informieren und eine offizielle Tour zu wählen.


Blumenverkäufer


An beliebten Touristenzielen wie Mallorca oder der Spanischen Treppe in Rom sind oft Nelkenfrauen und Rosenmänner anzutreffen. Diese Blumenverkäufer bewegen sich entlang stark frequentierter Straßen und direkt vor Cafés. Sie drücken dir unaufgefordert eine Blume in die Hand und verlangen dann eine Spende oder versuchen, dich dazu zu bringen, eine Rose für deine Freundin oder deinen Freund zu kaufen.


Diese Blumenverkäufer können zusammen mit anderen Straßenhändlern, die man oft auch am Strand findet, äußerst aufdringlich sein. Sie fordern dich zum Bezahlen auf. Und als ob das nicht genug wäre, besteht auch die Gefahr, dass sie dich ablenken und bestehlen. Es ist wichtig, diesen betrügerischen Personen erst gar nicht nachzugeben. Verschränke die Arme vor der Brust oder informiere das Personal in der Bar oder im Café, falls du belästigt wirst.


Kombinationspakete


In einigen Städten oder touristischen Gebieten werden häufig "Kombinationspakete" angeboten, die Attraktionen und öffentliche Verkehrsmittel miteinander verbinden. Auf den ersten Blick mögen diese Pakete attraktiv erscheinen, aber es besteht die Möglichkeit, dass einige davon überteuert sind. Es könnte sich möglicherweise als günstiger herausstellen, die Attraktionen separat zu buchen und zu besuchen.


Bevor du ein solches Kombinationspaket erwirbst, solltest du dir folgende Fragen stellen: Brauche ich wirklich das 72-Stunden-City-Paket? Werde ich tatsächlich alle enthaltenen Sehenswürdigkeiten in dieser Zeit besuchen? Interessieren mich die meisten Attraktionen überhaupt, und sind einige der im Paket enthaltenen Museen oder Kirchen nicht ohnehin kostenlos zugänglich? Ist die inkludierte Metro-Karte für mich sinnvoll, oder plane ich nicht doch, die Altstadt zu Fuß zu erkunden?


Indem du alles zusammenrechnest, kannst du feststellen, ob sich das Kombi-Paket für dich lohnt oder nicht. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Interessen zu berücksichtigen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.


Taxifahren


An beliebten Touristenzielen besteht die Gefahr, dass manche Taxifahrer versuchen, Reisende zu betrügen, indem sie unnötig lange Strecken nehmen oder überhöhte Preise verlangen. Es ist daher ratsam, vorab die ungefähren Taxipreise zu recherchieren und einen Blick auf die offizielle Tarifverordnung zu werfen. Außerdem sollte darauf bestanden werden, dass der Taxameter verwendet wird.


In einigen Ländern wie der Türkei ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass der Taxameter während der Fahrt läuft. In Antalya zum Beispiel ist der Taxitarif festgelegt. Falls ein Fahrer behauptet, dass der Taxameter defekt ist, ist es am besten, sofort auszusteigen. Es ist auch wichtig, nur offizielle Taxis zu nutzen und idealerweise eines über eine vertrauenswürdige Taxi-App zu rufen.


Betrügerische Fahrer können nicht nur bei Autofahrten auftreten, sondern auch bei Kutsch- oder Rikschafahrten oder Tuk-Tuk-Touren. In Paris ist zum Beispiel eine Masche bekannt, bei der Tuk-Tuk-Fahrer plötzlich den angegebenen Preis nicht pro Fahrt, sondern pro Person berechnen. Das könnte bedeuten, dass du am Ende das Vierfache bezahlen musst. Es ist also wichtig, wachsam zu bleiben und sich nicht auf solche betrügerischen Angebote einzulassen.


Straßen-"Glücksspiele"


Die spanische Polizei, Guardia Civil, warnt auf ihrer offiziellen Website vor den sogenannten "Trileros". Diese Trickbetrüger versuchen, ihre Opfer durch Geschicklichkeitsspiele um ihr Geld zu bringen. Eine besonders verbreitete Masche ist das Hütchenspiel, bei dem man erraten muss, unter welchem Becher oder in welcher Schachtel sich eine versteckte Kugel befindet. Anfangs gewinnt man vielleicht, um dazu ermutigt zu werden, weiterzuspielen, doch dann wird der Einsatz erhöht und das Spiel manipuliert. Es wird nahezu unmöglich, zu gewinnen.


Es ist wichtig, sich vor solchen Betrugsmaschen in Acht zu nehmen. Die Guardia Civil rät dazu, sich nicht auf solche Spiele einzulassen und keinen Geldbetrag zu setzen. Die Trileros arbeiten oft in gut organisierten Gruppen, um das Spiel zu manipulieren und ihre Opfer um ihr Geld zu bringen. Sei also vorsichtig und vermeide jegliche Teilnahme an derartigen Spielen, um nicht zum Opfer solcher betrügerischen Aktivitäten zu werden.


Hilfesuchende Menschen


In Spanien gibt es eine Betrugsmasche namens "Tocomocho", die auch der Guardia Civil bekannt ist. Bei dieser Masche gibt der Betrüger vor, geistig behindert zu sein. Sie oder er fragt das Opfer nach dem nächstgelegenen Lotteriebüro, da sie oder er einen Gewinnschein abholen möchte. In diesem Moment taucht eine Person auf, die eine vermeintlich offizielle Liste der Lotteriegewinne bei sich trägt.


Diese Person schlägt dem Opfer vor, das Ticket für einen viel niedrigeren Betrag als den Gewinn zu verkaufen und gibt dabei eine beliebige Entschuldigung an. Das Opfer hebt daraufhin einen beträchtlichen Geldbetrag von seinem Konto ab und bleibt mit einem Bruchteil des Betrags zurück, der keinen Gewinn einbringt, während die beiden Betrüger verschwinden.


Es ist wichtig zu wissen, dass betrügerische Personen in der Regel nicht allein handeln, sondern mindestens zu zweit agieren. Eine Person sorgt für Ablenkung, während die andere das Opfer bestiehlt. Sei daher stets wachsam und lass dich nicht von solchen Betrugsmaschen täuschen. Vermeide es, Fremden Geld zu geben oder sensible Informationen preiszugeben, und informiere umgehend die örtliche Polizei, falls du Opfer eines solchen Betrugs wirst.


Hilfsbereite Menschen


In zahlreichen beliebten Touristenstädten wie Barcelona, Madrid, Rom, Florenz, Venedig oder den thailändischen Städten Bangkok, Phuket und Pattaya sind Betrugsfälle bekannt, bei denen Fremde vorgeben, hilfsbereit zu sein, indem sie Touristen den Weg zeigen oder bei Problemen helfen möchten. In Wirklichkeit haben sie jedoch die Absicht, Geld oder Wertgegenstände zu stehlen oder dich zu einem bestimmten Geschäft oder Restaurant zu führen, das überhöhte Preise hat und möglicherweise eine Provision an den Vermittler oder die Vermittlerin zahlt.


Solche Fälle können auch in anderen Ländern auftreten, daher ist es äußerst wichtig, wachsam zu sein und Vorsicht walten zu lassen. Sei besonders skeptisch gegenüber Personen, die unaufgefordert Hilfe anbieten. Es ist wichtig, deine Alarmglocken zu hören und misstrauisch zu sein, um dich vor möglichen Betrugssituationen zu schützen. Verlasse dich lieber auf offizielle Informationen, wie beispielsweise von der örtlichen Touristeninformation, und sei vorsichtig, wenn dir Fremde unaufgefordert Ratschläge oder Hilfe anbieten.


Überteuerte Souvenirshops


An beliebten Touristenzielen gibt es oft Unmengen an Souvenirläden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass viele von ihnen überteuert sind oder minderwertige Produkte verkaufen. Um gute Qualität zu fairen Preisen zu erhalten, solltest du Preise vergleichen und nach authentischen Geschäften suchen.


Statt dich nur auf die stark frequentierten Touristengebiete zu konzentrieren, die oft auf Massentourismus ausgerichtet sind, erkunde lieber die Stadtviertel abseits der ausgetretenen Pfade. Suche nach Geschäften, in denen auch Einheimische einkaufen. Besuche zum Beispiel kleine lokale Wochenmärkte, Bauernmärkte oder Kunsthandwerkermärkte, um lokale Produkte, Kunsthandwerk und traditionelle Lebensmittel zu entdecken. Achte dabei auf die verwendeten Materialien und die Herkunft der Waren.


Du kannst Informationen von Hotelangestellten, Reiseleitern oder vertrauenswürdigen Einheimischen erhalten. Der Austausch mit anderen Reisenden kann ebenfalls hilfreich sein. Du kannst im Voraus Reiseblogs, Foren oder soziale Medien nutzen. Bewertungsplattformen wie Tripadvisor bieten ebenfalls nützliche Informationen und Bewertungen.


Indem du diese Tipps befolgst, kannst du sicherstellen, dass du hochwertige Souvenirs zu vernünftigen Preisen findest und gleichzeitig lokale Geschäfte unterstützt.


Wucherpreise in Restaurants


In touristischen Gegenden gibt es oft Restaurants, die ihre Preise erhöhen und minderwertige Speisen anbieten. Um bessere Qualität und Preise zu finden, empfiehlt es sich, nach Empfehlungen zu suchen, auf Bewertungen zu achten oder außerhalb der Haupttouristengebiete zu essen. Große Plätze und Restaurants direkt an Touristenattraktionen sollten vermieden werden.


Stattdessen solltest du nach Restaurants Ausschau halten, in denen auch Einheimische essen würden. Achte darauf, ob das Restaurant tatsächlich über eine echte Küche verfügt. Dies kann ein Indikator für authentische lokale Gerichte sein. Es ist auch ratsam, sich über die üblichen Trinkgeldpraktiken im jeweiligen Land zu informieren, um auf der Rechnung keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.


Indem du diese Tipps befolgst, kannst du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, qualitativ hochwertige Speisen zu angemessenen Preisen zu finden und gleichzeitig die lokale Küche und Kultur zu erleben.


Gefälschte Tickets


In Paris sind betrügerische Fälle bekannt, bei denen sich Personen als offizielle Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs ausgeben und gefälschte oder überteuerte Fahrkarten verkaufen. Um solchen Betrugsversuchen vorzubeugen, ist es ratsam, Fahrkarten über offizielle Verkehrs-Apps oder in einem Reisezentrum zu kaufen, wo die Preise transparent angegeben sind.


Wenn du einen Ticketautomaten benutzt, achte darauf, dass du deine Wertsachen sicher aufbewahrst und keine Gelegenheit für Diebstahl entsteht. Es ist generell empfehlenswert, Tickets für Veranstaltungen oder Museumsbesuche nicht auf der Straße zu kaufen, besonders wenn jeder sehen kann, wohin du dein Portemonnaie steckst.


Indem du diese Vorsichtsmaßnahmen befolgst, kannst du sicherstellen, dass du gültige Tickets zu den richtigen Preisen erwirbst und Betrug vermeidest.


Geldwechsel


An Flughäfen und in touristischen Gegenden können Wechselstuben oder Geldwechsler hohe Gebühren oder unfaire Wechselkurse berechnen. Um solchen Situationen vorzubeugen, ist es ratsam, im Voraus die Gebühren zu überprüfen und sich an eine vertrauenswürdige Bank oder ein autorisiertes Geldwechselunternehmen zu wenden.


Ganz wichtig: kein Geld auf der Straße wechseln und immer eine Quittung verlangen, auch wenn du Bargeld abhebst. Verwende nur Geldautomaten, die sich innerhalb einer Bankfiliale befinden und weniger anfällig für Manipulation sind.


Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, dich vor deiner Reise bei deiner Bank zu informieren und eine entsprechende Kreditkarte zu beantragen, mit der du im Urlaub ohne Gebühren Geld abheben und digital bezahlen kannst, ohne zusätzliche Kosten zu haben.


Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt gründlich zu informieren, Bewertungen zu lesen und vertrauenswürdige Quellen zu konsultieren, um mögliche Tricks und Fallen an deinem Reiseziel zu erkennen und zu vermeiden. Jeder Ort kann seine eigenen spezifischen Betrugsmaschen haben, daher ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Ein weiterer Tipp ist, euch vor Reiseantritt auf der Website des Außenministeriums zu informieren.


Es gilt das Prinzip "Vorsicht ist besser als Nachsicht". Wenn du dich vor Betrügereien schützt, reduzierst du das Risiko, in Touristenfallen zu geraten und finanziellen Schaden zu erleiden. Es ist meistens unmöglich, das Geld zurückzubekommen, nachdem man Opfer eines Betrugs geworden ist.


Informiere dich über die gängigen Betrugsmaschen an deinem Reiseziel, höre auf Erfahrungen und Empfehlungen anderer Reisender und verlasse dich auf vertrauenswürdige Quellen, um sicherzustellen, dass du eine angenehme und sichere Reise ohne unangenehme Überraschungen erlebst.



bottom of page