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Neuer Sternenpark an dänischer Nordseeküste


Sternenpark Bulbjerg, Dänemark
© Christian Faber

An der Nordseeküste Dänemarks gibt es für Liebhaber der Astronomie Grund zur Freude: Ein neuer Sternenpark entsteht. Der Bulbjerg-Felsen am Lild-Strand im Norden Dänemarks bleibt weitgehend frei von störendem Licht, was eine hervorragende Sicht auf zahlreiche Sterne ermöglicht. Dies macht ihn zum zweiten Standort in Dänemark, der als Dark Sky Park anerkannt wird.


Sternenbeobachter haben nun einen weiteren offiziellen Sternenpark zum Bestaunen. Die dänische Tourismusagentur hat das Gebiet um den Kalksteinfelsen Bulbjerg, das etwa zwölf Quadratkilometer umfasst, als Dark Sky Park eingestuft. Dieses Prädikat wird von der International Dark Sky Association (IDA) vergeben, die weltweit Orte für ihre geringe Lichtverschmutzung auszeichnet. Das Gebiet in der Nähe des kleinen Fischerdorfs Lild Strand bietet einen atemberaubenden Blick auf etwa 3.000 Sterne und Planeten, die sogar die Milchstraße an klaren Nächten mit bloßem Auge sichtbar machen. Zum Vergleich: In Großstädten sind aufgrund der Lichtverschmutzung, verursacht durch Straßenlaternen und leuchtende Werbetafeln, selten mehr als 20 bis 30 Sterne zu sehen.


Bereits 2. Sternenpark Dänemark


Der neu ernannte Dark Sky Park Bulbjerg befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Thy, der als Dänemarks größte natürliche Wildnis gilt. Zusätzlich zu diesem Sternenpark bietet Dänemark Astronomie-Enthusiasten noch einen weiteren Anziehungspunkt: Die Inseln Møn und Nyord, die zu den dunkelsten Orten der Welt zählen. Diese Region, gelegen im Südosten Dänemarks im Bereich der Ostsee, wird aufgrund ihrer ausgedehnten Fläche sogar als Lichtschutzgemeinde bezeichnet. Obwohl sie in der Nähe großer Städte wie Kopenhagen und Malmö liegt, ermöglichen es die klaren Wetterbedingungen hier, bis zu 5.000 Sterne in der Nacht zu beobachten.


Kulturgut Dunkelheit


Die International Dark Sky Association (IDA) ist eine Organisation, bestehend aus Astronomen, die sich für den Schutz der nächtlichen Dunkelheit einsetzen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1988 hat die IDA weltweit in Bezug auf wissenschaftliche und ökologische Belange zur Aufklärung über die Reduzierung von Lichtverschmutzung beigetragen.


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