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Gegen Massentourismus: Hungerstreik auf den Kanaren


Menschenmassen am Playa del Ingles

Der Tourismus spielt eine entscheidende Rolle in der spanischen Wirtschaft, wobei die kanarischen Inseln besonders von Millionen von Touristen jährlich besucht werden. Dies hat jedoch bei einigen Einheimischen Unmut ausgelöst, die nun strengere Maßnahmen ergreifen wollen, um gegen den Massentourismus zu protestieren.


Laut der örtlichen Umweltorganisation "Fundación Canarina" hat sich die Zahl der Touristen auf den kanarischen Inseln in den letzten zehn Jahren von 11,5 Millionen pro Jahr auf etwa 16 Millionen pro Jahr erhöht. Viele Einheimische sind besorgt über die Auswirkungen des Massentourismus und planen laut Berichten von "CNN", gegen die als übermäßig empfundene Ausbeutung der Inseln zu protestieren. Sie werfen den Besuchern vor, sie aus ihren Wohnungen zu vertreiben und Umweltschäden zu verursachen.


Hungerstreik gegen Massentourismus


Seit einiger Zeit sind auf den kanarischen Inseln immer mehr touristenfeindliche Graffiti und Proteste zu sehen. Nun planen die Kanaren noch drastischere Maßnahmen gegen den Massentourismus. Eine Gruppe namens "Canarias Se Agota" (deutsch: "Die Kanaren haben genug") hat laut Berichten von "CNN" zu einem Hungerstreik aufgerufen und die Menschen gebeten, sich einer Menschenkette anzuschließen. Das Ziel dieser Aktion ist es, eine klare Botschaft an die Regierung zu senden. Die kanarischen Inseln sind nicht bereit, weiterhin ihre Zukunft zu opfern, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Facebook-Beitrag heißt.


Wohnungsmangel und Wasserknappheit wird befürchtet


Einige lokale Naturschutz- und Umweltgruppen schließen sich ebenfalls den Protesten gegen den nicht nachhaltigen Tourismus an. Sie kritisieren die örtlichen Behörden dafür, dass sie große touristische Projekte genehmigen, die dazu führen, dass Einheimische vom Wohnungsmarkt verdrängt werden. Zudem verschärfe sich die Wasserknappheit, argumentieren sie. Als Beispiele führen sie laut Berichten von "CNN" touristische Einrichtungen wie Schwimmbäder und Golfplätze an, die große Mengen Wasser verbrauchen.


Die abnehmenden Niederschläge und Trockenperioden aufgrund des Klimawandels stellen ein zunehmendes Problem dar, betonen die Umweltschützer. Angesichts dessen kündigten sie an, am 20. April auf die Straße zu gehen, um für eine verstärkte Kontrolle der Situation zu protestieren. Sie unterstreichen die Dringlichkeit von Maßnahmen, um das Problem der Überbeanspruchung und Vertreibung aus ihrer Heimat anzugehen. Die Forderung nach einem Wandel im Umgang mit dieser Problematik ist deutlich. Die Umweltschützer betonen, dass die Kanarischen Inseln ihre Grenzen haben.


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