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Gegen Massentourismus: Besucherzahl für Mount Fuji wird begrenzt


Der Mount Fuji in Japan

Der Mount Fuji, das Wahrzeichen Japans und dessen meistbesuchte Attraktion, leidet unter dem Andrang der Besucherströme, die den Vulkan zunehmend beschädigen. Um den durch Massentourismus verursachten Schäden entgegenzuwirken, setzt Japan nun Maßnahmen zur Beschränkung der Besucherzahlen ein.


Besucher des Mount Fuji werden heutzutage nicht nur mit seiner atemberaubenden Szenerie konfrontiert, sondern auch mit Müll und Menschenmengen. Als das derzeit extrem begehrte Reiseziel und die populärste Attraktion, zieht der Vulkan Massen an Touristen an. Mittlerweile gilt er als ein Ort, den man im Jahr 2024 besser meiden sollte.


Wie von der Nachrichtenwebsite des Fernsehkanals „Euronews“ berichtet, entscheiden sich zahlreiche Wanderer für den Yoshida-Pfad. Laut einem Zitat von Euronews von der japanischen Regierung, wurde im Jahr 2023 eine „bislang unerreichte Zahl an Bergsteigern“ auf diesem Pfad registriert. Insgesamt bestiegen 221.322 Bergsteiger den Mount Fuji, wobei rund die Hälfte den Yoshida-Pfad nutzte. Diese Menschenmassen verursachten Staus und führten zu Verletzungen. Zudem hinterließen einige Wanderer ihren Müll entlang des Pfades. Angesichts eines erwarteten ähnlichen Andrangs im Jahr 2024 hat die Regierung nun entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen.


Besucherzahlen werden beschränkt


Um das UNESCO-Weltkulturerbe vor den negativen Auswirkungen des Massentourismus zu schützen, plant die japanische Regierung, ab dem nächsten Sommer eine Obergrenze für die Anzahl der Besucher einzuführen. Diese Regelung beschränkt sich auf den Yoshida-Pfad, der als der meistfrequentierte Wanderweg des Mount Fuji gilt. Ab dem 1. Juli 2024 wird die Anzahl der Personen, die täglich über diesen Weg den Berg besteigen dürfen, auf maximal 4.000 begrenzt. Zudem wird der Zeitraum für den Aufstieg auf zwischen 2 Uhr morgens und 16 Uhr nachmittags festgelegt. Der Starttermin am 1. Juli fällt mit dem Beginn der 70-tägigen Sommerbergsteiger-Saison zusammen.


Gebühr für Besteigung des Mount Fuji


Ab diesem Sommer wird die japanische Regierung zusätzlich zur Besucherobergrenze eine Besteigungsgebühr für den Mount Fuji einführen. Die genaue Höhe dieser Gebühr steht noch aus und wird voraussichtlich bis Februar festgelegt. Zuvor wurde bereits um eine freiwillige Spende von 1.000 Yen (etwa 6,25 Euro) gebeten, um zur Erhaltung der Stätte beizutragen. Die neu erhobenen Gebühren sind dafür vorgesehen, Schutzhütten entlang der Wanderwege zu errichten, die bei einem möglichen Vulkanausbruch als Zuflucht dienen. Zusätzlich sollen mit den Einnahmen die Pfade instand gehalten, der Berg von Müll befreit und die natürliche Umgebung geschützt werden.

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