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Flughafen Wien baut Terminal 3 aus und investiert 420 Mio. Euro

Aktualisiert: 19. März


So soll das Terminal 3 bald aussehen

Bis zum Jahr 2027 plant der Flughafen Wien die Fertigstellung der Süderweiterung, die unmittelbar an Terminal 3 angrenzt, mit einem Investitionsvolumen von 420 Millionen Euro. Über eine Fläche von 70.000 Quadratmetern werden mehr als 30 neue Shops und gastronomische Einrichtungen, zusätzliche Aufenthaltsbereiche und Lounges, eine fortschrittliche Sicherheitskontrolle sowie 18 Busgates errichtet. Das Projekt, das bereits im Juli 2023 gestartet wurde, tritt nun in eine entscheidende Bauphase ein, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte.


Finanzierung ohne Kredit


Das Projekt wird vollständig durch den zukünftigen Cashflow finanziert, ohne die Aufnahme von Krediten, erklärte Günther Ofner, Mitglied des Vorstands des Flughafens. Julian Jäger, ein weiterer Vorstandskollege, fügte hinzu, dass die Anwerbung von Mietern für die geplanten über 30 Geschäfte und Gastronomiebetriebe begonnen hat. Es ist vorgesehen, dass sowohl renommierte österreichische als auch internationale Spitzenmarken und Premiumanbieter dort ihre Filialen eröffnen.


Der Innenbereich des Terminalausbaus
© Flughafen Wien

Auf einem Areal von 10.000 Quadratmetern ist die Schaffung von mehr als 30 neuen Geschäften und Gastronomiebetrieben, einer neuen Sicherheitskontrollstelle sowie 18 neuen Busgates geplant.


Die Umsetzung der Süderweiterung liegt in den Händen der Arbeitsgemeinschaft ARGE Porr/Elin/Ortner. Nach Abschluss der Erdarbeiten, die den Einsatz von mehr als 900 Bohrpfählen sowie die Errichtung des Gebäudefundaments umfassen, beginnen die Arbeiten am Rohbau des sechsstöckigen Gebäudes. Diesen Schritten folgen der Innenausbau und die Installation der technischen Gebäudesysteme.


Die Fertigstellung des Projekts, die ursprünglich für das Jahr 2023 geplant war, wurde durch die Corona-Pandemie verzögert. Die Bauarbeiten finden während des fortlaufenden Betriebs des Flughafens und der Terminals statt. Ziel der Süderweiterung ist es zudem, eine komfortable Transferverbindung zwischen den F-, G- sowie C- und D-Gates zu etablieren.


Verbesserung des Ambientes


Jäger betonte am Mittwoch auf dem Flughafengelände, das Ziel sei es, die Terminalinfrastruktur auf ein international herausragendes Niveau zu bringen und gleichzeitig das Ambiente zu verbessern. Angesichts des Rekordergebnisses von 2019 und des zweithöchsten Passagieraufkommens in der Geschichte des Flughafens im letzten Jahr (29,5 Millionen) markiere dieses Projekt einen neuen Wendepunkt in der Entwicklung des Flughafens. „Es stehen uns drei intensive Arbeitsjahre bevor“, so Jäger.


Ofner bezeichnete die Süderweiterung als „das zweitgrößte Bauprojekt in der Geschichte des Unternehmens“ und als zentrales Vorhaben in der Qualitätsoffensive und den Investitionsplänen der nächsten Jahre. Er versprach, das Projekt „termingerecht und innerhalb des Budgets“ abzuschließen.


Wien als Wirtschaftsmotor


Die Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), beschrieb den Flughafen als einen der bedeutendsten Arbeitgeber in der Ostregion und betonte, dass mit der Süderweiterung ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Flughafens aufgeschlagen werde. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hob hervor, wie wichtig der Flughafen für den Wirtschaftsantrieb Wiens sei und begrüßte die Fortentwicklung sowie den Ausbau der Terminalinfrastruktur.


In Bezug auf die geplante dritte Start- und Landebahn erklärte Vorstand Jäger im Januar auf einer Pressekonferenz, dass in diesem Jahr keine Entscheidungen getroffen werden würden. Allerdings würden Vorbereitungen getroffen, um zwischen 2025 und 2026 eine Entscheidung treffen zu können. Die Bauzeit wird auf sieben Jahre geschätzt. Nachdem der Flughafen 2023 eine Verlängerung beantragt hatte, wurde ihm nun bis Mitte 2033 Zeit gegeben, den Bau der dritten Piste zu vollenden.


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