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Flughafen Klagenfurt soll durch Stadt und Land gerettet werden | Update 10.05.2023


Update 10.05.2023:


Sowohl der Aufsichtsrat der Kärntner Beteiligungsgesellschaft (KBV) als auch die Landesregierung haben zugestimmt, den Flughafen mehrheitlich in öffentliche Hand zu übernehmen. Durch die Teilnahme der Stadt Klagenfurt an der Kapitalerhöhung wird der Anteil des bisherigen Mehrheitseigentümers, Franz Peter Orasch von Lilihill, auf etwa 42 Prozent reduziert.


Laut Beteiligungsreferent Martin Gruber (ÖVP) wird die Kärntner Beteiligungsgesellschaft (KBV) in den kommenden Tagen einen Betrag von 2,7 Millionen Euro an die Flughafen Betriebsgesellschaft überweisen. Der Grund für diese Entscheidung ist die drohende Insolvenz des Flughafens, die dazu geführt hat, dass die Gehälter für April noch nicht ausgezahlt wurden. Gruber betonte, dass es untragbar sei, dass die Mitarbeiter durch diese Situation unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten.


Weiters kündigte Gruber an, dass die endgültige mehrheitliche Übernahme des Flughafens in der Regierungssitzung am 22. Mai beschlossen werden soll. Gleichzeitig plant er, in zwei Wochen einen Antrag für den vollständigen Rückkauf des Klagenfurter Flughafens vorzulegen.

 

Originalmeldung vom 03.05.2023:


Der Flughafen Klagenfurt benötigt eine Kapitalaufstockung in Höhe von 3,7 Millionen Euro, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können, einschließlich der Auszahlung der Gehälter für die 80 Mitarbeiter im April. Obwohl der Beschluss zur Kapitalaufstockung im Aufsichtsrat der Flughafenbetriebsgesellschaft gefasst wurde, haben bisher nur die Stadt und das Land ihren Anteil bezahlt. Der Mehrheitseigentümer Lilihill hat seinen Anteil in Höhe von 2,8 Millionen Euro noch nicht eingezahlt.


Um eine Insolvenz des Flughafens Klagenfurt zu verhindern, wollen die Stadt und das Land die ausstehende Kapitalaufstockung von 2,8 Millionen Euro übernehmen. Die Stadt wird dazu 20 Prozent, das sind 560.000 Euro, beitragen, während das Land den Restbetrag von 2,24 Millionen Euro übernimmt. Dadurch würde der Flughafen wieder mehrheitlich in öffentlicher Hand sein und es wäre möglich, eine neue Geschäftsführung aufzubauen, wie Martin Payer von der Kärntner Beteiligungsverwaltung (KBV) erklärt. Die KBV verwaltet die Anteile des Landes am Flughafen. Der Beschluss zur Kapitalerhöhung soll am Montag nächster Woche im KBV-Aufsichtsrat gefasst werden. Am kommenden Dienstag wird die Stadt Klagenfurt in einem Sondergemeinderat darüber entscheiden.


Seitens einer Aussendung von Lilihill heißt es: „Sich nach jahrelanger Blockade aller Maßnahmen zur zukunftsfähigen Aufstellung des Airport Klagenfurt als dessen Retter zu inszenieren, sei ein Hohn und fern jeglicher Tatsachen".


Damit eine positive Entwicklung des Flughafens Klagenfurt sichergestellt werden kann, sind hohe Investitionen erforderlich, um Fluggesellschaften zu akquirieren und eine Anbindung an internationale Drehkreuze herzustellen. Darüber hinaus müssen noch ausstehende Covid-19-Förderungen und Rückzahlungen geklärt werden. Laut Lilihill bleibt abzuwarten, wie die öffentliche Hand mit den entsprechenden EU-Richtlinien umgehen wird und welche Konzepte hierfür bereitstehen.


Die Lilihill Group äußerte sich besorgt über die Ankündigungspolitik der Minderheitseigentümer des Flughafens Klagenfurt, da über Jahre hinweg keine Investitionen getätigt, Beschlüsse blockiert und der Strategieplan torpediert worden seien. Die Minderheitseigentümer ließen ein Konzept für die Zukunft des Flughafens vermissen. Lilihill befürchtet, dass damit der Grundstein für einen planlosen Ausverkauf des Flughafens gelegt werden soll.



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