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Ecuador hebt die Eintrittsgebühr für die Galapagosinseln an

Aktualisiert: 19. März


Seelöwen auf Galapagaos

Vor der Küste Ecuadors gelegen, bieten die Galapagosinseln einzigartige Natur- und Tierwelten. Allerdings verzeichneten sie im letzten Jahr einen enormen Ansturm von Besuchern. Als Reaktion darauf hat Ecuador nun entschieden, die Eintrittskosten für Touristen zu verdoppeln.


Etwa tausend Kilometer entfernt von der Küste Ecuadors erstreckt sich ein einzigartiges Naturwunder: die Galapagos-Inseln. Diese Inselgruppe ist der Lebensraum einer Vielzahl von Flora und Fauna, die einzigartig auf der Welt ist, einschließlich der majestätischen Riesenschildkröten, verspielten Seelöwen, imposanten Meerechsen, charakteristischen Blaufußtölpel und der einzigartigen Galapagospinguine.


Die biologische Vielfalt ist überwältigend und spielte eine zentrale Rolle in Charles Darwins Studien zur Evolutionstheorie. Die Inseln beherbergen mehr als 45 Vogelarten, 42 Reptilienarten, 15 Säugetierarten und 79 Fischarten, die alle endemisch sind, sowie über 500 Arten von Pflanzen. Diese reiche Biodiversität findet ihren Schutz im Status der Inseln als Nationalpark.


Der Galapagos-Nationalpark, der sich über eine Fläche von etwa 8.000 Quadratkilometern erstreckt, ist ein Archipel vulkanischen Ursprungs. Dies verleiht der Region ihre einzigartige Landschaft voller außergewöhnlicher Felsformationen, erstarrter Lavaströme und Vulkankegel. Von der UNESCO wurden die Inseln aufgrund ihrer außerordentlichen Naturschönheiten als Weltnaturerbe (1978) und als Biosphärenreservat (1984) ausgezeichnet.


Diese faszinierenden Inseln sind nicht nur ein wichtiger Forschungsschwerpunkt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, sondern ziehen auch zahlreiche Besucher aus verschiedenen Ländern an. Um die unvergleichliche Flora und Fauna zu schützen, wurden bereits verschiedene Schutzmaßnahmen eingeführt. Diese Regelungen wurden kürzlich weiter verschärft.


Höhere Touristengebühr beschlossen


Strenge Vorschriften für Besucher sind auf den Galapagosinseln bereits Standard und diktieren das Verhalten gegenüber der Natur: Dazu zählt, einen Mindestabstand von zwei Metern zu den Tieren einzuhalten, das Fotografieren nur ohne Blitzlicht zu gestatten und ein absolutes Rauchverbot. Ebenso ist es verboten, irgendeine Veränderung im Ökosystem vorzunehmen, unter vielen weiteren Regeln. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen können zu Strafen führen.


Neben diesen Verhaltensregeln ist für den Zutritt zu den Inseln eine Gebühr fällig. Bislang beträgt diese 100 US-Dollar, umgerechnet etwa 93 Euro. Wer jedoch plant, dieses Naturwunder in der Zukunft zu besuchen, wird sich auf höhere Ausgaben einstellen müssen.


Am 24. Februar 2024 stimmte der Regierungsrat der Galapagosinseln für eine Erhöhung der Eintrittspreise für die Naturschutzgebiete – eine Premiere seit 26 Jahren. Die neuen Gebühren sehen vor, dass Einheimische 30 US-Dollar (ungefähr 28 Euro) und internationale Gäste 200 US-Dollar (rund 185 Euro) entrichten müssen. Die Umsetzung dieser neuen Preise ist für sechs Monate nach der Ankündigung geplant, wie aus einer offiziellen Mitteilung der Regierung hervorgeht.


Besucherzahlen sollen stabilisiert werden


Die Erhöhung der Eintrittspreise zielt darauf ab, ein Tourismuskonzept zu unterstützen, das mit den bereits umgesetzten Schutzmaßnahmen für die Natur harmoniert, lokale Gemeinschaften begünstigt und das Besucheraufkommen auf den Inseln reguliert, so die offizielle Mitteilung.


Diese Strategie findet auch in einem Bericht der Unesco Anerkennung, speziell im „Bericht zur Erhaltung von Stätten des Welterbes“. Darin wird die Eindämmung des Tourismuswachstums als vorrangiges Ziel genannt, um sowohl das Ökosystem als auch das Leben der Galapagos-Bewohner zu schützen. Der Bericht betont die Bedeutung eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Tourismus, der die lokale Wirtschaft durch die einzigartigen natürlichen Schätze der Inseln beleben soll.


Laut einem Artikel der ecuadorianischen Zeitung „El Universo“ besuchten von Januar bis November 2023 insgesamt 304.185 Touristen den Archipel, eine Zahl, die die der letzten vier Jahre übertrifft und nach Ansicht von Fachleuten über dem liegt, was als nachhaltiger Tourismus angesehen wird.


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