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Diese Flughäfen heben die Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck auf


Flüssigkeitsüberprüfung am Flughafen

Plastikbeutel für Flüssigkeiten im Handgepäck könnten bald auf manchen Flughäfen der Vergangenheit angehören, da neue Scanner für Sicherheitskontrollen die Beschränkungen an einer wachsenden Anzahl europäischer Flughäfen obsolet machen.


Mini-Shampoo-Flaschen, winzige Sonnencreme- und Zahnpastatuben – Passagiere, die an europäischen Flughäfen mit Handgepäck reisen möchten, müssen sich an bestimmte Vorschriften halten, darunter auch die Regelungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten.


Seit 2006 dürfen Flüssigkeitsbehälter im Handgepäck nicht mehr als hundert Milliliter fassen, wie es in der EU-Verordnung zur Terrorismusbekämpfung festgelegt wurde. Diese Behälter müssen zudem in einem transparenten Plastikbeutel aufbewahrt werden, der maximal einen Liter fasst und wiederverschließbar ist. Bei der Sicherheitskontrolle müssen Reisende diesen Beutel separat vorzeigen. Doch dank neuer Technologien wie spezieller Scanner, die Flüssigkeiten erkennen können, könnten die Zeiten der Mini-Shampoo-Flaschen im Urlaub bald vorbei sein.


An einigen europäischen Flughäfen wurde die Regelung für 100-Milliliter-Flüssigkeiten sogar bereits aufgehoben. Auch an manchen deutschen Flughäfen dürfte dies nicht mehr lange dauern, da entsprechende Tests bereits seit einiger Zeit durchgeführt werden.


Schnellere Abfertigung dank CT-Scanner


Die neuen Scanner am Flughafen verwenden die Computertomografie-Technologie (CT), die aus der medizinischen Praxis bekannt ist. Diese ermöglicht eine zuverlässige und schnelle Erfassung verschiedenster Materialien und Gegenstände während der Flughafensicherheitskontrolle. Für Flugreisende wird der Sicherheitsprozess dadurch erheblich vereinfacht, da an den neuen Sicherheitskontrollen Flüssigkeiten, Smartphones und andere elektronische Geräte im Handgepäck verbleiben dürfen. Zusätzlich erleichtert die dreidimensionale Ansicht der Kontrollbilder auch die Arbeitsabläufe für das Personal an den Kontrollstellen.


An diesen Flughäfen gibt es keine 100-Milliliter-Flüssigkeitsregel mehr


Während in Deutschland die Abschaffung der 100-Milliliter-Flüssigkeitsregel nicht unmittelbar bevorsteht, sind andere Länder bereits weiter fortgeschritten. Am internationalen Flughafen Shannon im Westen Irlands beispielsweise sind Mini-Shampooflaschen und ähnliche Produkte seit März 2022 Geschichte. Stattdessen werden "Flüssigkeiten, Gele, Pasten, Lotionen und Kosmetika in Behältern jeder Größe" durch die Sicherheitskontrolle zugelassen. Auf Verlangen müssen sie jedoch den Sicherheitsbeamten vorgezeigt werden und sollten daher griffbereit sein, wie der Flughafen informiert.


Reisende, die den Flughafen in der finnischen Hauptstadt Helsinki passieren, dürfen seit dem 28. Juni 2023 bis zu zwei Liter pro Person durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen. Dank neuer Kontrollgeräte dürfen sowohl Flüssigkeiten als auch elektronische Geräte im Handgepäck verbleiben, wie die Betreiberfirma Finavia mitteilt.


Der London City Airport war der erste große Flughafen Großbritanniens, der diese neuen Geräte eingeführt hat. Er schaffte die 100-Milliliter-Regel zu den Osterferien 2023 ab. Auch die Flughäfen Teeside International und Jersey haben die 100-Milliliter-Regel inzwischen aufgehoben.


Hier ist die Abschaffung geplant


Die britische Regierung hatte den Flughäfen eine Frist gesetzt, um neue CT-Röntgenscanner zu installieren. Ursprünglich war geplant, die Grenze für Flüssigkeitsbehälter von 100 Millilitern auf zwei Liter bis Juni 2024 landesweit anzuheben, wie unter anderem von "Luggageguide" zusammengefasst wurde. Aufgrund von Verzögerungen bei der Bereitstellung der Scanner wurde die Frist zur Einführung der neuen Technologie jedoch bis Juni 2025 verlängert, wie die britische Zeitung "The Independent" Anfang April berichtete.


London Heathrow rechnet damit, dass die neuen Scanner bis zum Sommer in allen Sicherheitskontrollen eingeführt werden. Gatwick plant laut "The Independent", das Programm bis Ende März 2025 abzuschließen. Die Manchester Airports Group, zu der die Flughäfen Manchester, East Midlands und Stansted gehören, gab gegenüber der britischen Zeitung an, dass ihre Scanner erst 2025 vollständig eingeführt werden.


Am Flughafen Schiphol in Amsterdam dürfen Reisende dank der dort eingesetzten CT-Scanner eine volle Wasserflasche aus Plastik durch die Sicherheitsschleuse mitnehmen. Für Metallflaschen gilt diese Regel nicht, da das Material die Flüssigkeit nicht scannen lässt. Metallflaschen können jedoch leer mitgeführt werden, wie der Flughafen informiert. Zusätzlich zur Trinkflasche gilt weiterhin die 100-Milliliter-Regel für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck. Der Plastikbeutel, der Flüssigkeiten enthält, kann dabei wie die Trinkflasche aus Plastik in der Tasche verbleiben.


Am Flughafen El Prat in Barcelona können dank neuer Röntgenscanner seit Anfang 2024 ebenfalls Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Handgepäck verbleiben, wie die spanische Zeitung "La Vanguardia" berichtete.


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