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Ausfallchaos: Deutsche Lokführer streiken 6 Tage


fast Menschenleerer Bahnhof in Deutschland

Die Lokführergewerkschaft GDL hat auf das neueste Angebot der Deutschen Bahn mit der Ankündigung eines weiteren Streiks reagiert. Als Reaktion darauf plant die Bahn, für die Dauer des sechs Tage andauernden Streiks einen Notfahrplan zu implementieren. Für Reisende stellt sich nun die Frage, welche Alternativen und Rechte sie in dieser Situation haben.


Für die Fahrgäste der Deutschen Bahn gab es kürzlich einen Moment der Hoffnung im anhaltenden Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn. Am Freitag unterbreitete die DB ein neues Angebot in der Hoffnung auf eine Einigung. Dieses Angebot wurde jedoch von der GDL als unzureichend empfunden, woraufhin sie zu einem weiteren, noch längeren Streik aufrief. Der geplante Streik soll nun am Mittwoch, den 24. Januar, um 2:00 Uhr morgens beginnen und erst am Montag, den 29. Januar, um 18:00 Uhr enden, was eine Verlängerung gegenüber der ursprünglich angekündigten Dauer darstellt.


Claus Weselsky, der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), steht einem Schlichtungsverfahren, wie es im Sommer 2023 zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn zu einer Lösung führte, ablehnend gegenüber. Er argumentiert, dass sich über "grundgesetzliche Angelegenheiten" nicht vermitteln lasse. Diese Ansicht äußerte er gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".


Worum geht es eigentlich?


Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn ist durch wiederholte Streikaktionen in den letzten Wochen und Monaten gekennzeichnet. Schon Mitte November und Anfang Dezember führte die GDL Warnstreiks durch.


Kurz vor dem Weihnachtsfest gab die GDL das Ergebnis einer Urabstimmung unter ihren Mitgliedern bekannt: Etwa 97 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, dass die GDL im Rahmen des Tarifstreits mit der Deutschen Bahn auch unbefristete Streiks durchführen darf. Daraufhin kam es vom 10. bis zum 12. Januar zu weiteren Streiks bei der Bahn. Nun steht ein neuer Streik bevor. Die zentrale Frage dabei ist: Welche konkreten Forderungen stellt die GDL an die Deutsche Bahn in diesem Tarifkonflikt?


Dies ist die Kernforderung


Im Zentrum der Forderungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) steht die Reduzierung der Arbeitszeit für Beschäftigte in Schichtdiensten. Die GDL verlangt eine Verringerung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden, ohne dabei eine Kürzung des Lohns in Kauf zu nehmen. Lange Zeit zeigte sich die Deutsche Bahn in dieser Angelegenheit nicht kompromissbereit. Anfang Januar allerdings näherte sich das Unternehmen mit einem ersten Vorschlag der Gewerkschaft an, der jedoch von der GDL als unzureichend bewertet wurde.


In der Folge präsentierte die Bahn ein alternatives Modell zur Arbeitszeitgestaltung. Laut DB-Personalvorstand Martin Seiler sollen Mitarbeiter ab dem 1. Januar 2026 die Möglichkeit haben, ihre Wochenarbeitszeit bei vollem Gehalt um eine Stunde auf 37 Stunden zu reduzieren. Wer sich gegen diese Option entscheidet, soll stattdessen einen Lohnaufschlag von 2,7 Prozent erhalten. Dieses Angebot gilt speziell für Lokführerinnen, Lokführer und Zugpersonal.


Des Weiteren schlägt die Bahn eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent ab August und weitere 5 Prozent ab April 2025 vor. Außerdem ist geplant, die Inflationsausgleichsprämie direkt nach Abschluss des Tarifvertrags auszuzahlen. Der vorgeschlagene Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 32 Monaten haben.


Wann wird gestreikt?


Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zum Streik aufgerufen, der von Mittwoch, dem 24. Januar, ab 2:00 Uhr morgens, bis Montag, dem 29. Januar, bis 18:00 Uhr stattfinden wird. Bereits ab Dienstag, dem 23. Januar, ab 18:00 Uhr, wird der Güterverkehr bestreikt.


Früher hatte Claus Weselsky, der Vorsitzende der GDL, erklärt, dass die Gewerkschaft den Beginn eines Streiks immer mit einem Vorlauf von mindestens 48 Stunden ankündigen und die Dauer der Arbeitsniederlegungen auf höchstens fünf Tage begrenzen würde. Dieses Mal weicht die GDL jedoch von dieser Linie ab, da der bevorstehende Streik insgesamt sechs Tage andauern wird.


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