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Arbeiten und Reisen: Die Visa-Neuheiten 2024 für digitale Nomaden

Aktualisiert: 19. März


Workation - Arbeiten und Reisen zugleich

Für diejenigen, die das Privileg genießen, mobil zu arbeiten, erweitert sich die Liste der gastfreundlichen Länder kontinuierlich mit speziellen Visa-Angeboten. Im Jahr 2024 werden fünf weitere beliebte Reiseziele hinzugefügt.


Für digitale Nomaden öffnen sich neue Türen: Fünf Destinationen, bekannt für ihre Urlaubsatmosphäre, erleichtern ab 2024 das Arbeiten in der Ferne durch die Einführung neuer Visa. Südafrika, Japan, Südkorea, die Philippinen und Andorra zählen zu den Ländern, die diesen Schritt gehen. Wer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchte, muss allerdings bestimmte Kriterien erfüllen. Hier ein Überblick.


Südafrika


Südafrika kündigte erst kürzlich, Mitte Februar, an, seine Einwanderungsrichtlinien um eine neue Visakategorie zu erweitern. Diese Neuerung richtet sich an Personen, die für ein Unternehmen im Ausland tätig sind und ein Jahresmindesteinkommen von einer Million Rand (ungefähr 47.780 Euro) vorweisen können. Mit diesem Visum erhalten sie die Möglichkeit, bis zu drei Jahre in Südafrika zu arbeiten. Allerdings ist für einen Aufenthalt von mehr als sechs Monaten eine Registrierung beim südafrikanischen Finanzamt erforderlich.


Japan


Japan plant, Ende März ein spezielles Visum für digitale Nomaden zu lancieren, das es Bewerbern aus 49 verschiedenen Ländern ermöglicht, bis zu sechs Monate in dem lebhaften asiatischen Staat zu arbeiten. Voraussetzung für Interessierte ist ein nachgewiesenes Jahreseinkommen von mindestens 10 Millionen Yen (circa 61.280 Euro) sowie der Besitz einer privaten Krankenversicherung. Das Angebot richtet sich sowohl an Selbstständige als auch an Angestellte und heißt ebenso Ehepartner und Kinder willkommen.


Digitale Nomaden sind jedoch gezwungen, das Land nach Ablauf der sechsmonatigen Frist zu verlassen, da eine Verlängerung des Visums nicht möglich ist. Eine erneute Beantragung desselben Visums setzt voraus, dass die Person zunächst ausreist.


Südkorea


Seit dem 1. Januar 2024 bietet Südkorea digitalen Nomaden die Möglichkeit, mit einem neuen Visum bis zu zwei Jahre im Land zu verbringen. Ähnlich wie in Japan liegt jedoch die Einkommensgrenze für die Beantragung dieses Visums recht hoch: Es wird ein Jahresgehalt von mindestens 84,96 Millionen Won (etwa 58.900 Euro) erwartet.


Familienmitglieder der Antragsteller haben ebenfalls die Chance auf ein Arbeitsvisum, allerdings gilt dies nicht für Kinder, die älter als 18 Jahre sind. Zusätzlich ist der Abschluss einer persönlichen Kranken- und Evakuierungsversicherung für jede Person erforderlich, deren Deckungssumme über 100 Millionen Won liegen muss.


Philippinen


Idyllische Strände und ganzjährig sommerliche Bedingungen machen die Philippinen zu einem Paradies für digitale Nomaden, die im Verlauf des Jahres die Möglichkeit haben werden, ein spezielles Visum zu beantragen. Ein konkretes Datum für die Einführung steht zwar noch aus, doch wird sie in der ersten Hälfte des Jahres erwartet.


Sobald das Visum verfügbar ist, dürfen berechtigte Personen für zunächst ein Jahr auf den Philippinen leben und arbeiten, mit der Option, ihren Aufenthalt um ein weiteres Jahr zu verlängern. Erforderlich für die Beantragung sind der Nachweis eines stabilen Jahresgehalts von rund 24.000 US-Dollar (circa 22.120 Euro), eine durchgehende Krankenversicherung für die Dauer des Visums sowie ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge.


Andorra


Der kleine europäische Staat Andorra hat ebenfalls Pläne bekanntgegeben, im Jahr 2024 ein Visum speziell für digitale Nomaden zu lancieren, eine Entscheidung, die Ende 2023 gesetzlich festgelegt wurde. Die genauen Starttermine, ab denen Auswärtige dort remote arbeiten dürfen, sowie die erforderlichen Einkommensgrenzen zur Qualifikation für das Visum, sind derzeit noch offen.


In den vorläufigen Entwürfen ist vorgesehen, dass gleichzeitig nicht mehr als 50 digitale Nomaden in Andorra, das zwischen Frankreich und Spanien liegt, residieren dürfen. Zudem muss die Arbeitstätigkeit zuerst vom Wirtschaftsministerium genehmigt werden. Nach Erteilung des Visums ist dieses für zwei Jahre gültig und kann bei Notwendigkeit verlängert werden.


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